Umschulden – wie schuldet man einen Kredit richtig um?

Von   April 9, 2015

Fast jeder Bundesbürger hat bereits einen Kredit aufgenommen oder wird einen in seinem Leben aufnehmen. Sei es für die Anschaffung eines Autos, der Eigenheimfinanzierung, beim Gang in die Selbstständigkeit oder für allgemeine Luxusgüter. Dabei werden von den Kreditgebern unter Umständen hohe Zinsen veranschlagt, die der Kreditnehmer vor allem in Notsituationen zähneknirschend zahlen muss. Doch was, wenn die Raten des Kredits den Geldbeutel derart schmälern, dass das alltägliche Leben stark eingeschränkt wird?

Umschulden als Lösung

Gerade teure Kredite, sprich Vereinbarungen mit hohen Zinssätzen, lassen sich vielfach durch günstigere Varianten ablösen beziehungsweise umschulden. Dieses Umschulden sollte bereits früh in Angriff genommen werden. Zum einen kann eine Umschuldung eventuell über das Institut erfolgen, welches bereits den Ursprungskredit gewährt hat. Auch wenn es auf den ersten Blick eher unwahrscheinlich erscheint, dass eine Gesellschaft freiwillig auf Geld verzichtet sollten Kreditnehmer stets im Hinterkopf bedenken, dass geringere Raten oftmals für Banken günstiger sind als wenn der Kunde schlussendlich nichts mehr zahlen kann.

Zum anderen lässt sich ein Kredit oftmals aber auch mit einem anderen Kredit zusammenfassen und somit auch umschulden. Klassischerweise können etwa bei einer Baufinanzierung meistens auch bereits bestehende Kredite mit einberechnet werden um den restlichen Betrag auszugleichen. Da die Zinssätze bei einer Baufinanzierung wesentlich günstiger sind als bei einem Konsumentenkredit lohnt sich dieser Schritt nahezu in allen Fällen, wenn es denn seitens des Kreditgebers möglich ist.

Soll ein Kredit von einem Institut mit einem Kredit eines anderen Instituts ausgeglichen werden ist vor dem Umschulden genau zu überprüfen, ob und wie hoch eine vorzeitige Ablösung des ursprünglichen Kredits möglich ist. Erst dann sollte ein weiterer Antrag auf einen neuen Kredit gestellt werden, da ansonsten womöglich ein Betrag aufgenommen wird, welcher höher ist als der ausgleichbare und der Kreditnehmer weiterhin zwei Kredite bedienen muss.

Raus aus dem Dispokredit mittels Umschulden

Das Überziehen des eigenen Kontos wird vielfach nicht besonders ernst genommen, da kein gesonderter Vertrag abgeschlossen wird und die Überziehungszinsen nicht immer geläufig sind. Gerade hier bietet sich ein Umschulden an, denn auch wenn der aufgenommene Kredit nur wenige Prozentpunkte unter dem Zinssatz des Dispokredits liegt rechnet sich eine entsprechende Umschuldung ebenfalls in fast allen Fällen.

Richtige Herangehensweise für ein Umschulden

Um die Umschuldung eines Kredits zu erreichen ist es ratsam, sich vorab eine Gesamtübersicht über die eigenen Finanzen zu machen. Vielleicht ergeben sich dadurch unbedachte Möglichkeiten, die eventuell ein privates Umschulden ermöglichen, etwa durch das Auflösen von Sparverträgen wodurch der Kredit komplett oder größtenteils getilgt werden kann. Auch ist es von Vorteil, wenn im privaten Umfeld unter Umständen ein Darlehn gewährt werden kann, welches mit einem geringen Zinssatz überlassen wird.

Sollten Kreditnehmer sich im Umgang mit Banken nicht sicher fühlen, kann auch die Hilfe eines Finanzberaters beziehungsweise auch eines Schuldnerberaters in Anspruch genommen werden. Auch wenn letztgenannter erstmal abschreckend wirkt, durch die jahrelange Erfahrung im Umgang mit Krediten und dem Umschulden können eventuell Lösungswege aufgezeigt werden, die oft nicht geläufig sind.

Als wichtigsten Punkt sollte jedoch immer das Vertrauensverhältnis zwischen Bank und Kunden genannt werden. Wenn dies durchweg positiv ausfällt und dem Bankberater von Anfang an offen gegenübergetreten wird, können auch eher ausweglose Situationen befriedigend gelöst werden.

Kostenloses Angebot für Sofortkredit