Studienfinanzierung

Von   April 13, 2015

Studentenwerke, Universitäten, Hochschulen etc. kümmern sich um alle Belange, die ein Studium betreffen. Sie sind Ansprechpartner für die Studenten in Bereichen wie beispielsweise Mensa, Cafeteria, Studentenwohnheime, kulturelle und sportliche Angebote, sozialer und psychologischer Beratung, Kinderbetreuung und in Belangen der Studienfinanzierung. Gängige Studienfinanzierung setzt sich zusammen aus: Bafög, Jobben, Studienkredite, Stipendien, Wohnungskostenzuschuss, Unterhalt der Eltern, Kindergeld, Wohngeld und Erstwohnsitzprämie.

Bafög in der Studienfinanzierung dient der Chancengleichheit im Bildungsbereich für die einkommensschwächere Bevölkerungsschicht. Es gelten gesetzliche Förderungskriterien während der gesamten Bildungsphase. Bestimmte persönliche Voraussetzungen müssen zum Erhalt von Bafög gegeben sein. Bafög muss am Ende des Studiums zurückbezahlt werden.

Beim Jobben zur Studienfinanzierung fallen eine Vielzahl von Fragen an, wie z.B. Sozialversicherungspflicht, 400,00-€-Job, Zusammenspiel zwischen bereits gewährter Studienfinanzierung wie Bafög und Verfahren bei kurzfristigen Beschäftigungen.

Studienkredite erhalten Studierende, wenn die Studienfinanzierung durch Eltern, Jobben oder Bafög nicht ausreicht. Die Konditionen dieser Kredite sind günstig.

Stipendien für eine Studienfinanzierung werden nach bestimmten persönlichen Anforderungen gewährt. Dazu gehören vorrangig soziales Engagement, Eigenschaften, Interessen und persönliche Motivation. Ein Stipendum muss nach Beendigung des Studiums nicht zurückgezahlt werden. Begabtenförderungswerke, dazu zählen u.a. parteinahe und konfessionelle Werke, und Stiftungen sind Träger von Stipendien.

Wohnungskostenzuschuss zur Studienfinanzierung erhalten Studenten, wenn sie bei den Eltern wohnen und diese Sozialhilfe/ALG II Empfänger sind. Beantragt wird der Wohnungskostenzuschuss bei der ARGE. Einkommen, eigenes Vermögen und Mietkosten müssen offen gelegt werden und gering bzw. angemessen sein.

Eltern sind bis zum Abschluss einer berufsqualifizierten Ausbildung bzw. eines Hochschulstudiums unterhaltspflichtig. Der Regelbedarf ist mit 640,00 € pro Monat festgelegt. Zur tatsächlichen Berechnung dient die finanzielle Leistungsfähigkeit unter Berücksichtung des Existenzminimums.

Kindergeld gehört zur indirekter Förderung der Studienfinanzierung. Im Zusammenhang mit Kindergeld werden Steuerfreibeträge angepasst. Entscheidend ist die Einkommenshöhe der Eltern, das Alter des Kindes, eine vorliegenden Behinderung und eine qualifizierte Ausbildung inklusive Freiwilligendienste.

Wohngeld wird als Mietzuschuss zur Studienfinanzierung gewährt, ist beim Sozial-, Wohnungs- oder Bürgeramt zu beantragen. Gewährt wird Wohngeld nur, wenn keine anderen Transfer- oder Sozialleistungen bereits gewährt sind. Der Mietpreis muss angemessen sein. Vorhandenes Einkommen durch Zinsen oder finanzielle Guthaben werden berücksichtigt und wirken sich mindernd auf die Höhe des Wohngeldes aus. Wohngeld für eigene Kinder zu beantragen ist möglich.

Mit Erstwohnsitzprämie zur Studienfinanzierung versuchen Studienorte den Wohnortwechsel für Studenten in Nähe des Studienortes schmackhaft zu machen. Als Studienfinanzierung werden Gutscheine, Geld- und Sachprämien gewährt.

Zur Studienfinanzierung gibt es für jede finanzielle Situation die passende Förderung. Es lohnt sich die eigene Studienfinanzierung im Vorfeld gennau zu berechnen.