Kreditversicherung | was ist das genau?

Von   September 24, 2015

Mit einer Kreditversicherung Schulden verhindern

Nicht nur gegen Unfall, Diebstahl und versehentliche Schädigung von Personen und Gegenständen existieren Policen der Versicherungsbranche. Auch Schulden lassen sich versichern. Mit einer Kreditversicherung, die auch Restschuldversicherung genannt wird, sind Schuldner oder die Hinterbliebenen alle Sorgen los. Dabei lassen sich die Risiken Tod, Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit mit einer Kreditversicherung absichern. Die Versicherer bieten auch Kombinationen aus den drei genannten Gefahren an. Bei einer Kreditversicherung handelt es sich somit um eine besondere Form der Risikolebensversicherung.

Der Schutz hat seinen Preis

Eine Kreditversicherung ist nicht umsonst. Schließen Sie beispielsweise einen Ratenkredit ab und wollen eine Kreditversicherung ergänzen, dann können die Kosten in die Höhe schießen. Experten haben nachgewiesen, dass der Betrag für die Kreditversicherung die reine Zinszahlung um mehr als das Doppelte übersteigen kann. Daher kann ein Abschluss ziemlich teuer werden. In jedem Fall lohnt der Vergleich mit anderen Anbietern. Gerade von den Policen der Banken sollten Sie meist Abstand halten. Eine dort angebotene Versicherung ist in der Regel zu teuer. Eine Reihe namhafter Versicherungsanbieter hat eine Kreditversicherung zu günstigen Konditionen im Angebot.

Wann ist ein Abschluss sinnvoll?

Wenn Sie mit einem Kredit einen bleibenden Wert generieren wollen, ist eine Kreditversicherung sinnvoll. Das liegt beispielsweise beim Kauf einer Immobile vor. Wer hingegen nur den nächsten Urlaub mit Hilfe eines Ratenkredits finanzieren möchte, kann auf eine solche Police verzichten. Die einmal gemachte Erfahrung einer Reise kann einem keine Bank wieder wegnehmen. Auch beim Umfang sollten Sie auf das Kleingedruckte achten. Die Policen, die bei Tod eintreten, sind meist sinnvoll. So werden die Erben nicht durch Schulden belastet. Gerade beim Kauf einer Immobilie oder anderer bleibender Werte ist dieser Schutz sinnvoll. Was aber Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit angeht, so lohnt der Abschluss meist nicht. Experten und Stiftung Warentest raten von solchen Policen ab. Die Versicherer binden eine Leistungspflicht meist an zahlreiche Bedingungen. Beispielsweise muss für den Arbeitslosigkeitsschutz eine einjährige vorherige Beschäftigung vorliegen. Auch zahlen viele Versicherer erst nach drei Monaten und begrenzen ihre Beträge oft auf ein Jahr. Beim Berufsunfähigkeitsschutz führen Vorerkrankungen oft zur Leistungsverweigerung.

Schlussfazit: Wer braucht eine Kreditversicherung?

Vor dem Abschluss einer Kreditversicherung sollte eine Kosten-Nutzen-Analyse stattfinden. Da die Kosten explodieren können, stellen sie eine große Belastung dar. Wer ohnehin durch die monatliche Ratenzahlung kaum finanziellen Spielraum hat, kann auf eine solche Police verzichten. Im Fall einer Zahlungsunfähigkeit scheint der Weg in die Privatinsolvenz nicht selten sinnvoller zu sein. Die Einschränkungen im Bereich Berufsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit machen einen Abschluss nicht attraktiv. Einzig der Schutz bei Tod stellt für Hinterbliebene einen Schutz für existentiell wichtige Objekte dar. Eine Immobilie kann so beispielsweise im Familienbesitz verbleiben.